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Hoffnung Lettland – Schuldenfrei in drei Monaten

Für eine Ummeldung des Wohnsitzes und ein Insolvenzantrag in Lettland gibt es viele Vorteile. Oft werden die Schuldner bereits nach sechs Monaten schuldenfrei.

 

Demütigendes Insolvenzverfahren in Deutschland umgehen

Ein Insolvenzverfahren in Deutschland ist langwierig und wirkt sich oft extrem nachteilig auf den Schuldner aus. Zwangsvollstreckung, Enteignung und eine langjährige Privatinsolvenz sind die Folge. Eine gesellschaftliche Demütigung und schwere private Folgen sind keine seltene Erfahrung. Doch es gibt eine Möglichkeit die Insolvenz und nachfolgende Konsequenzen in Deutschland zu vermeiden. Das lettisches Insolvenzverfahren verspricht in bis zu drei Monaten Europaweit schuldenfrei zu werden.

 

Neue Hoffnung: eine Meldeadresse in Lettland

Für eine Privatinsolvenz in Lettland ist eine Abmeldung im Heimatland und eine neue Meldeadresse in Lettland notwendig. Für Schuldner, die kurz vor der Zahlungsunfähigkeit stehen, kann eine express Meldeadresse Abhilfe schaffen. Diese bewirkt, dass man sich innerhalb von drei bis fünf Tage auf eine neue Adresse in Lettland ummelden und in Deutschland abmelden kann. Somit entgeht man in Deutschland vorerst der schnellen Zwangsvollstreckung.
Rechtliche Voraussetzungen für ein Insolvenzverfahren

Seit 2000 ist von der EU verordnet, dass alle EU–Bürger dort Privatinsolvenz anmelden dürfen, wo sie leben. Die Voraussetzung dabei ist, dass sie mindestens ein halbes Jahr am Wohnsitz angemeldet sein müssen. Der europäische Gerichtshof hat anschließend verfügt, dass eine in der EU erlangte Restschuldbefreiung auch in jedem anderen EU-Staat anzuerkennen ist. Das Insolvenzverfahren in Lettland kann somit jeder Europäischen Staatsbürger beantragen, sofern der Lebensmittelpunkt (COMI) und ein Eintrag als Steuerzahler für mindestens sechs Monate in Lettland nachgewiesen sind. Zudem müssen zum Zeitpunkt der Antragstellung zur Insolvenz die Schulden einen Gesamtbetrag von 7000,-EUR übersteigen und binnen eines Jahres fällig werden.

 

Vorteile des lettischen Insolvenzverfahrens

Das lettische Insolvenzverfahren ist weitaus einfacher und weniger unangenehm für die Schuldner. Bei einer Abmeldung aus Deutschland kann der Schuldner der Zwangsvollstreckung vorerst entgehen, muss keine Eidesstattliche Versicherung in Deutschland mehr abgeben und verzögert so das laufende Verfahren inklusive Gerichtsvollzieher. In Lettland gilt selbst für deliktische Forderungen das Insolvenzverfahren. “Deliktische Forderungen” sind Forderungen, die sich auf einen Schadensanspruch beziehen, der durch eine widerrechtliche Handlung entstanden ist, zum Beispiel durch Betrug.

 

Erschwerte Bedingungen für die Gläubiger

Ist der Schuldner erstmal aus Deutschland abgemeldet, ist nur noch das Gericht in Lettland zuständig. Der Gläubiger muss daher selbst die neue Meldeadresse ausfindig machen und in Lettland gegen den Schuldner klagen. Eine weitere Schwierigkeit für die Gläubiger ist die Anmeldung der Forderung nach stellung des Insolvenzantrags, welche innerhalb von 30 Tagen auf Lettisch und beglaubigt erfolgen muss. Dies führ dazu, dass oftmals außergerichtlich allen Gläubigern – nach Umzug des Schuldners – ein Vergleich vorgeschlagen wird.  Dabei müssen sich die Kläger bei Zahlung mit 3-5% der Forderung zufriedengeben. Die erstaunliche Bilanz: in 95% der Fälle ist dieses Vorgehen erfolgreich. Das liegt vor allem daran, dass die Gläubiger keine Handhabe mehr nach einer Abmeldung des Schuldners in Deutschland und der Anmeldung eines neuen Wohnsitzes in Lettland haben, da ab sofort nur noch das Gericht im neuen Wohnort zuständig ist. Für den Schuldner ist ein Vergleich die optimalste Ausgangslage, da das laufende Verfahren mit ca. 3-5% der Zahlung extrem günstig, meist innerhalb von nur drei Monaten und ohne Insolvenz beendet werden kann.

 

Warum von einem Insolvenzantrag in England abgeraten wird

Bislang galt England als schuldnerfreundlichstes Land in Europa. Der Grund: in England gibt es keine Meldepflicht und auch keine Behörde, bei der man sich anmelden muss. Mit der Regelung zur Anerkennung der Restschuldbefreiung auch in jedem anderen EU-Staat, war England daher das beliebteste Ziel für ein schnellen Insolvenzverfahren und eine Entschuldung. Mittlerweile ist jedoch Vorsicht geboten. Da England vermutlich kommendes Jahr nicht mehr zur EU gehören wird, fällt eine Restschuldbefreiung im Land nicht mehr unter EU-Recht. Somit muss diese von Deutschland nicht zwingend anerkannt werden. Besser ist deshalb, England wegen dem aktuellen Brexit zu meiden und die sichere Variante über Lettland zu wählen.

 

Wichtig ist eine Anerkennung in Deutschland

Damit ein Privatinsolvenzverfahren in Lettland auch für die eigene Heimat gilt, muss die lettische Restschuldbefreiung in Deutschland anerkannt werden. Der Bundesgerichtshof hat dafür den Weg geebnet. Sobald Sie die lettische Restschuldbefreiung durchgesetzt ist, muss das Dokument in einem deutschen Notariat übersetzt und beglaubigt werden. Die Dokumente müssen anschließend beim zuständigen Amtsgericht eingereicht und von einem Richter geprüft werden. Nach circa sechs bis zwölf Wochen wird auch in Deutschland die Schuldenfreiheit anerkannt.

 

Positives Fazit und Hoffnung für alle Schuldner

Die Vorteile einer Insolvenzanmeldung in Lettland sind enorm. Zusammenfassend ist die Privatinsolvenz in Lettland das effektivste und kostengünstigste Verfahren, welches ohne die Zustimmung der Gläubiger eine schnelle Entschuldung in Europa ermöglicht. Es gilt aktuell als die schuldnerfreundlichste Vorgehensweise und erlaubt dem Schuldner einen schnellen Neustart ohne den eigenen Wohnsitz dauerhaft zu verlegen.

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